Warum Gibt Es So Viel Bloatware Auf Windows? Wie Man Sie Identifiziert Und Sicher Deinstalliert

Bloatware in Windows überlädt Ihr System mit unnötigen Apps. Erfahren Sie, was Bloatware ist, warum sie existiert und wie Sie sie sicher entfernen können.
Eine saubere Windows-Installation ist niemals wirklich "sauber". Sie finden viele vorinstallierte Apps, die Ihre Taskleiste und das Startmenü überladen und Ressourcen verbrauchen. Was sind diese Apps, und warum sind sie auf Ihrem Gerät installiert, bevor Sie es überhaupt zum ersten Mal starten? Lassen Sie es uns herausfinden.
Was ist Bloatware
Einfach gesagt, Bloatware sind unerwünschte vorinstallierte Software auf Ihrem PC. Diese Apps sind nicht notwendig, damit Ihr Betriebssystem funktioniert; sie sind oft nur "Extras", nach denen niemand gefragt hat.
Es gibt zwei Hauptquellen für Bloatware in Windows:
- Microsoft: Ja, Microsoft fügt seiner Windows-Installation eigene Apps und sogar Apps von Drittanbietern hinzu. Dazu gehören Apps wie OneDrive, Microsoft Teams und Copilot. Sie finden auch Links zu Drittanbieter-Apps/Spielen wie Spotify oder Candy Crush, die automatisch heruntergeladen werden, sobald Sie darauf klicken.
- OEM-Bloatware: Ihr PC-Hersteller (Dell, HP, Lenovo usw.) fügt ebenfalls Bloatware-Apps von seinen Partnern hinzu, darunter Dropbox, ExpressVPN oder Antiviren-Apps wie McAfee.
All diese Apps sind nicht notwendig für die Funktion von Windows und können bei Bedarf einfach separat heruntergeladen werden.
Warum gibt es so viel Bloatware in Windows
Nun stellt sich die Frage, warum es so viel Bloatware in Windows gibt, wenn sie für die meisten Menschen nutzlos ist? Dafür gibt es tatsächlich mehrere Gründe, je nach Art der Bloatware und ob sie von Microsoft oder einem Drittanbieter stammt. Hier sind einige häufige Gründe:
- Ihr PC-Hersteller kooperiert oft mit Softwareanbietern, um den PC als Werbefläche zu nutzen und so die Einzelhandels-Hardwarepreise zu senken. Sie bekommen einen günstigeren PC, aber mit vorinstallierten Apps (Bloatware).
- Microsoft drängt stark darauf, Windows als Dienst anzubieten. Es fügt eigene Apps/Dienste hinzu, um die Menschen in seinem Ökosystem zu halten. Apps wie OneDrive, Microsoft 365 und Xbox haben alle ein monatliches Abonnement, das Windows-Nutzer später erwerben können. Zudem fügt es in den Verbraucherversionen von Windows (Home und Pro) Links zu Drittanbietern hinzu, um den Einzelhandelspreis niedrig zu halten.
Wahrscheinlich der schlechteste Grund ist die Datensammlung, die ihren Höhepunkt erreicht hat, da KI davon abhängt. Microsoft ist stark von Telemetrie für Produkte wie Copilot abhängig, und viele Drittanbieter-Bloatware sammeln Daten, um ihre Produkte zu verbessern.
Warum Sie Bloatware in Windows entfernen sollten
Obwohl Bloatware vielleicht nicht aufdringlich scheint, beeinträchtigt sie oft die Gesundheit Ihres PCs auf Weisen, die nicht sofort offensichtlich sind. Wenn Sie eine bestimmte App nicht möchten, sollten Sie sie definitiv entfernen, aus folgenden Gründen:
- Leistungsbeeinträchtigung: Die meisten Bloatware-Apps führen Hintergrundprozesse aus, die PC-Ressourcen wie RAM, CPU und Batterie verbrauchen. Selbst wenn sie nicht aktiv sind, beanspruchen sie Speicherplatz, den Sie durch deren Löschung bereinigen können.
- Störungen: Diese Apps kommen normalerweise mit Testversionen und drängen Sie dann ständig zu einem Upgrade. Sie zeigen von Zeit zu Zeit auch neue Angebote an, was Ihren Workflow stört.
- Datenschutzprobleme: Datensammlung ist einer der größten Nachteile dieser Apps. Die Bloatware von Microsoft ist der Hauptschuldige, wenn es um Datensammlung mithilfe seiner "hilfreichen Apps" geht. Aus diesem Grund entfernen viele Menschen Copilot und ändern die Datenschutzeinstellungen in Windows.
Identifizieren und Entfernen von Bloatware in Windows
Wenn Sie bereit sind, Bloatware in Windows zu entfernen, ist es wichtig, vorsichtig vorzugehen, um sicherzustellen, dass Ihr System stabil bleibt. Wir empfehlen keine Bloatware-Skripte, da sie mehr schaden als nützen, indem sie wichtige Funktionen löschen oder das System sogar beschädigen.
Ein sicherer Ansatz ist es, sie nacheinander zu deinstallieren, wie jedes andere Windows-Programm, da Windows 11 deren Deinstallation nicht mehr blockiert. Das Ziel ist es, Drittanbieter- oder Microsoft-Apps zu löschen, die keine Kernkomponenten von Windows sind, mit Ausnahme von Apps wie dem Taschenrechner oder dem Feedback-Hub. Für die automatische Erkennung von Bloatware und eine kontrollierte Löschung sollten Sie stattdessen Wintoys verwenden.
Wenn Sie eine saubere Windows-Installation von Anfang an bevorzugen, können Sie eine benutzerdefinierte Windows-Installation erstellen, die alle Bloatware von Anfang an ausschließt.
Nicht alle Bloatware ist schlecht
Es ist erwähnenswert, dass nicht alle Bloatware schlecht ist. Wenn Sie deren spezifische Funktionen nutzen möchten, ist es sinnvoll, sie zu behalten. Beispielsweise können Sie mit der Xbox Game Bar viele nützliche Dinge tun, und OneDrive kann großartig für Sicherungen sein.
Es gibt auch viele erforderliche Apps, die die Systemfunktionen beeinträchtigen können, wenn sie entfernt werden, wie den Microsoft Store, das Feedback-Center oder Microsoft Edge.
Bevor Sie also mit der Deinstallation beginnen, überprüfen Sie, was eine bestimmte App bietet, um sicherzustellen, dass Sie nichts Praktisches oder Notwendiges für die Systemfunktionalität löschen.

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