Alternative Android Auto für das Telefon für jedes Auto und Autoradio

Die Analyse beleuchtet die technologische Kluft in Fahrzeugen, die Einführung intuitiver Schnittstellen durch Android Auto und innovative Lösungen zur Verbesserung der Nutzererfahrung im Auto.
Die Entwicklung der Bordelektronik hat eine offensichtliche technologische Kluft geschaffen: Auf der einen Seite die neuen Fahrzeuge mit riesigen Touch-Displays, auf der anderen Seite die Autos, die schon einige Jahre älter sind, aber immer noch perfekt funktionieren, jedoch ohne eine intelligente Benutzeroberfläche. Google hat die Situation verschärft, indem die alte App "Android Auto für Telefonscreens" seit Android 12 entfernt wurde, was Millionen von Nutzern mit einer „Fahrmodus“-Funktion des Google Assistant zurückgelassen hat, die oft nur einen schwarzen Balken mit wenigen Symbolen zeigt und enttäuschend ist für diejenigen, die gewohnt waren, alles im Griff zu haben.
Das Fahren mit dem Handy im Hochformat, während man versucht, den winzigen „Skip“-Button von Spotify zu treffen, ist nicht nur unpraktisch – es ist gefährlich. Ziel dieser Analyse ist es, jedes Fahrzeug, selbst einen alten Kleinwagen, technologisch so fortschrittlich zu machen wie das KITT von Knight Rider, sodass Navigation, Musik und Nachrichten mithilfe von für das periphere Sehen gestalteten Schnittstellen verwaltet werden können, ohne Ablenkungen und ohne das Auto wechseln zu müssen.
Wo Android Auto nutzen
Android Auto ist als Steueroberfläche in einer Vielzahl moderner Fahrzeuge verfügbar: Fast alle Autos mit einem großen Bord-Display (serienmäßig oder als Option), die nach 2018 hergestellt wurden, unterstützen Android Auto. Insbesondere finden wir Unterstützung für Android Auto in Fahrzeugen der bekanntesten Hersteller (Alfa Romeo, Audi, Chevrolet, Chrysler, Citroën, Fiat, Ford, Maserati, Kia, Opel, Peugeot, Renault, Smart, Skoda, Subaru, Suzuki, Volkswagen und Volvo). Neben der Integration in die Fahrzeuge können wir Android Auto auch nutzen, indem wir ein kompatibles Autoradio hinzufügen, wobei wir aus bekannten Autoradio-Herstellern wie JVC, Kenwood, Panasonic, Pioneer und Sony wählen können.
Um herauszufinden, ob unser Auto oder Autoradio mit Android Auto kompatibel ist, können wir eine Suche auf der Android Auto-Website durchführen.
Wie man Android Auto installiert und nutzt
Sowohl im Fall, dass das Auto vorbereitet ist, als auch wenn wir ein kompatibles Autoradio verwenden, ist der Installations- und Verbindungsprozess zu Android Auto identisch und sehr einfach durchzuführen. Zuerst verbinden wir das Handy via Bluetooth mit dem Bordcomputer oder dem Autoradio, installieren die Android Auto App auf dem Handy und öffnen die App nach der Installation, um die erforderlichen Berechtigungen zu erteilen, damit wir von der Benutzeroberfläche von Android Auto direkt vom Bordcomputer oder dem Autoradio-Display profitieren können, sogar wenn das Handy ausgeschaltet ist.
Es ist nichts weiter zu tun: Von nun an zeigt der Bildschirm jedes Mal, wenn wir mit dem konfigurierten Telefon ins Auto einsteigen, sofort die Android Auto-Oberfläche an, und wir haben sofort Zugriff auf unsere Lieblings-Apps und Internet über Mobilfunknetz, selbst wenn das Handy zum Laden unter dem ausgeschalteten Monitor bleibt.
Das Problem mit dem Fahrmodus und echte Lösungen
Wenn wir Android Auto nicht nutzen können, ist es sinnlos, uns ausschließlich auf die Sprachbefehle von Google zu verlassen ("Hey Google, bring mich nach Hause"). In der Theorie funktioniert das, aber in der Praxis, zwischen dem Motorengeräusch und der fehlenden Verbindung im Tunnel, scheitert es oft. Es braucht eine visuelle, stabile und immer präsente Schnittstelle. Die Lösung liegt in drittanbieter Car Launchern: Anwendungen, die den Startbildschirm des Handys umschreiben und ihn in ein horizontales Dashboard verwandeln.
Unter den umfassendsten Lösungen verdient AutoZen den ersten Platz für alle, die pure Funktionalität suchen. Im Gegensatz zu anderen Launchern, die nur „Schaufenster“ sind, um andere Apps zu öffnen, integriert diese Software eine schrittweise Navigation basierend auf Mapbox direkt in ihrem Bildschirm.
Die Messaging-Anzeige bleibt zu klein, um gelesen zu werden. Sie beinhaltet auch einen präzisen GPS-Tachometer und Warnungen für Radarfallen. Die Benutzeroberfläche ist sauber, dunkel und schont die Augen während der Nachtfahrt.
AGAMA Car Launcher: Design von der Stange
Wenn die Ästhetik oberste Priorität hat und das Telefon oder Tablet wie ein integraler Bestandteil des Armaturenbretts aussehen soll, AGAMA Car Launcher ist die Referenz. Er wurde mit dem Fokus auf chinesische Android-Autoradios entwickelt, die Anpassung auf Smartphones ist jedoch makellos.
Er bietet ein zentrales Layout, das das Logo des Fahrzeugherstellers (von Fiat bis BMW) anzeigen kann, umgeben von anpassbaren Tasten zum schnellen Starten der bevorzugten Apps. Er integriert keine Karten auf dem Startbildschirm, dient jedoch als schnelles Kontrollzentrum. Er ist extrem leicht: Auf älteren Telefonen mit wenig RAM läuft er deutlich besser als modernere Alternativen und garantiert Flüssigkeit beim Wechsel zwischen den Menüs.
Car Launcher: Das moderne Multitasking
Aktuelle Elektroautos nutzen breite Displays, um mehrere Dinge gleichzeitig anzuzeigen. Car Launcher bringt dieses Konzept auf das Smartphone mit einer nativen Split-Screen-Funktion.
Ohne an den Android-Einstellungen herumzufummeln, kann man den Bildschirm in zwei oder vier teilen: Auf der einen Seite Google Maps (oder Waze), auf der anderen der Musik-Widget und die letzten Anrufe. Dies eliminiert die Notwendigkeit, ständig zwischen der Navigations- und der Musik-App zu wechseln, um den Song zu ändern, eine Handlung, die zu lange vom Straßenblick ablenkt. Es ist die ideale Wahl für Smartphones mit Bildschirmen ab 6,5 Zoll.
Intelligente Automatisierung
Der wahre Fortschritt liegt nicht in der App, sondern darin, nicht darüber nachdenken zu müssen. In das Auto einsteigen, das Telefon entsperren, das Symbol suchen und es starten, ist eine Mühe, die auf Dauer ermüdet. unsichtbare Automatisierung über NFC.
Viele Anleitungen empfehlen den automatischen Start über Bluetooth, was oft zu falschen Positiven führt (z. B. wenn das Auto in der Nähe des Hauses geparkt ist und das Telefon sich mit dem Signal verbindet). Die zuverlässige Methode erfordert die Verwendung eines NFC-Tags (kleine runde Aufkleber, die nur ein paar Cent kosten), die auf die Halterung des Telefons im Auto geklebt werden.
- Kaufen Sie einfache NFC NTAG215-Aufkleber.
- Installieren Sie eine App wie MacroDroid oder "Tools for NFC".
- Erstellen Sie eine "Makro" (Regel): Wenn das Telefon den NFC-Tag berührt -> 1. GPS aktivieren; 2. Medienlautstärke auf 100 % setzen; 3. AutoZen (oder den gewählten Launcher) starten.
Auf diese Weise wird durch die einfache Handlung, das Telefon auf die Halterung zu legen, das gesamte Infotainmentsystem aktiviert. Das Abnehmen des Geräts von der Halterung kann im Gegensatz dazu die App schließen und GPS deaktivieren, um den Akku zu schonen. Es ist ein „einrichten und vergessen“-System, das das Nutzungserlebnis radikal verändert.
Zubehör und Hardware-Konfiguration
Die Software kann gegen die Physik nichts ausrichten. Um das Telefon als Auto-Display zu verwenden, ist die Positionierung entscheidend. Auto-Halterungen zur Nutzung des Smartphones im Auto, die an den Luftauslässen befestigt werden, sind aus thermischen Gründen vorzuziehen: Im Sommer kühlt die Klimaanlage direkt die Rückseite des Smartphones und verhindert das thermal throttling (Überhitzung), das oft die GPS-Navigation bei Sonnenlicht blockiert.
Für den Ton, wenn das Auto über einen AUX-Eingang, aber nicht über Bluetooth verfügt, ist die beste Lösung kein Kabel (das bricht und Geräusche erzeugt), sondern ein Bluetooth-Receiver mit USB-Stromversorgung oder Zigarettenanzünder. Diese kleinen Dongles wandeln das kabellose Signal in analog um, indem sie in den AUX-Anschluss eingehen, und garantieren eine bessere Audioqualität als FM-Transmitter, die unter radiofrequenten Störungen leiden.
Langfristige Sicherheit
Bevor Sie dieses System täglich nutzen, beachten Sie folgende technische Aspekte:
- Brenneffekte bei OLED-Displays: Die gleiche hochkontrastierende Benutzeroberfläche (wie Navigationsleisten) über Stunden fixiert zu halten, kann das Bild dauerhaft einbrennen.
- Display: Nutzen Sie die OLED-Displays der modernen Samsung oder iPhone. Verwenden Sie immer den "Dark Mode" und, falls die App es zulässt, die Option zum Ausblenden der Statusleiste von Android.
- Energiverbrauch: GPS in Verbindung mit eingeschaltetem Bildschirm verbraucht viel Energie. Ein Standard-Autoladegerät mit 5W reicht nicht aus: Das Telefon würde dennoch entladen, wenn auch langsamer. Es wird ein PD (Power Delivery) oder Quick Charge-Adapter von mindestens 18W oder 30W benötigt, um die positive Ladung während der Navigation aufrechtzuerhalten.
- Rechtliche Interaktion: Die Straßenverkehrsordnung bestraft die Nutzung des Smartphones mit den Händen. Die Nutzung als Navigationsgerät, das am Halter befestigt ist, ist erlaubt, jedoch muss das Eingeben des Ziels im stehenden Fahrzeug erfolgen. Die Verwendung von Schnittstellen mit großen Tasten hilft, die Blickzeit zu reduzieren, erlaubt jedoch nicht das Tippen in Bewegung.
Für diejenigen, die ein altes 7- oder 8-Zoll-Tablet in einer Schublade vergessen haben, ist die Idee, es ausschließlich für das Auto zu verwenden (vielleicht befestigt mit einer robusten Magnethalterung oder einem CD-Slot-Adapter), oft die beste Wahl: So erhält man einen Bildschirm, der fast so groß ist wie der einer Tesla, ohne die Batterie des persönlichen Handys zu entladen, das in der Tasche als Hotspot dienen kann.

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